Der Ursprung

Buddhismus

Der Buddhismus geht zurück auf den historischen Buddha Shakyamuni, der etwa in den Jahren 560 bis 480 v. u. Z. in Nordindien lebte und nach sechsjährigem Ringen einen Weg fand, das menschliche Leiden zu beenden. Nach dieser grundlegenden Erkenntnis hat er seinen Weg der Befreiung 45 Jahre lang gelehrt. Damit setzte er eine der größten geistigen Bewegungen der Menschheit in Gang. Die Linie der unmittelbaren persönlichen Weitergabe der buddhistischen Lehre von Meister zu Schüler besteht ununterbrochen bis heute. Sie vollzieht sich jenseits orthodoxer Lehre und schriftlicher Überlieferung und erreicht den Kern des Menschen. Der durch die Erkenntnis des eigenen Weges erwachte Mensch wird dann selbst zum Buddha.

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Zen Buddhismus

Als Antwort auf die zunehmende klerikale Verknöcherung des Buddhismus entwickelte sich etwa 500 Jahre nach Buddhas Tod die Mahayana-Richtung des Buddhismus, welche sich durch besondere Toleranz und Weltoffenheit auszeichnet. Im Zuge der Ausbreitung des Buddhismus nach Osten paarte sich die mystisch-philosophische Stärke der indischen Lehre mit der bodenständigen Lebenstüchtigkeit der Chinesen. Daraus entstand eine besondere Form, das Zen. Charakteristisch für den Rinzai-Zen-Buddhismus ist dessen Alltagsorientierung, d. h. die Anwendung der geistigen Reifung im täglichen Leben. Durch seine Ausbreitung nach Japan erfuhr der Zen-Buddhismus eine Ergänzung durch die landestypische Kultur und Ethik. Als historischer Beginn der Zen-Schule gilt eine Begebenheit, die sich auf dem Geierberg nahe der indischen Stadt Rajagriha zutrug:

Der Buddha hob mit den Fingern eine Blume hoch und zeigte sie den dort versammelten Mönchen. Alle schwiegen. Nur der ehrwürdige Kassapa verstand und lächelte. Daraufhin sagte der Buddha: "Ich habe das wahre Auge der universellen Wirklichkeit, den wunderbaren Geist des Nirvana, die formlose Form. Hiermit vertraue ich sie dem großen Kassapa an."


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